Die Fallstudie untersucht die Abbauorte von Eisenerz im „Eisernen Viereck“ im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais und deren Auswirkungen auf Menschenrechte und Umwelt. Herausgegeben wurde sie 2023 vom Ludwig Boltzmann Institut, der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung, der Universidade Federal de Minas Gerais und der Dreikönigsaktion.
Kernergebnisse
- Die Entwicklungsversprechen des Bergbaus werden nicht eingelöst: Gesellschaftliche und ökologische Kosten bleiben vor Ort, ohne angemessenen Ausgleich.
- Die Dammbrüche von Mariana (2015) und Brumadinho (2019) forderten mindestens 291 Todesopfer; ihre Folgen wirken bis heute nach.
- Es fehlt an Transparenz: Österreich veröffentlicht seit 2018 keine statistischen Daten mehr zu seinen Eisenerzimporten.
Forderungen
Die Studie plädiert für regulatorische Mindeststandards statt rein freiwilliger Initiativen und für Nachschärfungen beim EU-Lieferkettengesetz – insbesondere beim Geltungsbereich, beim Zugang zu Gerichten und beim Schutz von Kinderrechten.
