Die österreichische Kreislaufwirtschaftsstrategie gibt ein klares Ziel vor: 7 Tonnen Material-Fußabdruck pro Kopf und Jahr bis 2050. Der Verkehrssektor spielt dabei eine Schlüsselrolle, wird in der Debatte um Kreislaufwirtschaft aber bisher kaum mitgedacht. Dabei könnte sich der Materialbedarf durch Infrastrukturausbau und die Umstellung auf Elektromobilität bis 2040 vervielfachen.
Die AG Rohstoffe hat sich in einem zweijährigen, interdisziplinären Projekt mit der Frage beschäftigt, wie Mobilität in der 7-Tonnen-Zukunft aussehen kann. Eine Kurzstudie zu fünf Szenarien – von „Green Growth“ bis „Suffizienz“ – zeigt: Entscheidend sind weniger und kleinere Fahrzeuge, mehr Recycling und ein verändertes Mobilitätsverhalten. In Workshops formulierten Jugendliche zudem ihre Perspektive: Mobilität bedeutet für sie Freiheit, und die braucht verlässliche, leistbare Öffis, gerade am Land.
Daraus leitet die AG Rohstoffe konkrete Forderungen ab: ein Kreislaufwirtschaftsgesetz mit verbindlichen Reduktionszielen, Maßnahmen zur Senkung der Pkw-Neuzulassungen, Anreize für Kleinwagen, den Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie eine Just Transition in der Automobilindustrie. Nachhaltige Mobilität soll außerdem als Thema der Entwicklungszusammenarbeit verankert werden, damit auch Menschen im Globalen Süden davon profitieren.
